Kompetenz & Akteure
 
Kompetenz & Akteure

In und um Jena. Da ist die Kompetenz zuhause.

Naturwissenschaft und Technik, Forschung und Entwicklung, sie haben in Jena seit Jahrhunderten eine Heimstatt. Die Universität, an der Schiller lehrte - auch die Geisteswissenschaften sind dort zuhause -, wurde schon 1558 gegründet. Goethe führte hier seine naturwissenschaftlichen Arbeiten durch. Der Durchbruch zur wirtschaftlichen Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse gelang Carl Zeiss, der hier 1846 seine erste Werkstätte gründete. Mit Hilfe von Otto Schott und Ernst Abbe legte er damit die Basis für den Erfolg der optisch-feinmechanischen Industrie und des Baus von wissenschaftlichen Geräten.

Kompetenz in der Produktion.

Traditionelle Schwerpunkte-Branche in der Stadt mit ihren knapp 100.000 Einwohnern ist Optik/Feinmechanik/Medizintechnik. Hier arbeiten 53 Prozent der Beschäftigten; sie erwirtschaften 64 Prozent des Umsatzes aller Betriebe. Weitere wichtige Branchen in Jena sind Glasherstellung und Pharmazie.

Die Mehrheit der neugegründeten Unternehmen im Biotechnologiebereich hat derzeit weniger als 50 Mitarbeiter und ist überwiegend in Forschung und Entwicklung tätig. Für die Entwicklung des Wirtschaftswachstums in der Region Jena waren die Börsengänge der letzten drei Jahre von entscheidender Bedeutung. Die nach Jena geflossenen Kapitalströme haben zu einer Belebung des Unternehmergeistes geführt. Das Tempo der Umsetzung unternehmerischer Ideen orientiert sich in zunehmendem Maße an nunmehr vorhandenen Vorbildern wie JENOPTIK AG, Intershop AG, CyBio AG, Analytik Jena AG oder Asclepion-Meditec AG. Die Region hat neue "Zugpferde" der Entwicklung gewonnen.

Kompetenz in Forschung und Entwicklung.

Forschung und Entwicklung (F/E) in der Biotechnologie haben in der Region weiter an Profil gewonnen. Daran hat der Beutenberg-Campus als "Schmelztiegel" für das enge Zusammenwirken von biologischen, physikalischen und medizinischen Forschungsgruppen einen hohen Anteil. Mit der Ansiedlung der Max-Planck-Institute für Chemische Ökologie und BioGeoChemie und der Umsiedlung des Fraunhofer-Instituts Angewandte Optik und Feinmechanik auf dem Beutenberg-Campus gewinnt dieser Standort nochmals an Bedeutung; sie ragt inzwischen weit über Jena und Thüringen hinaus.

Weiterhin tragende Funktion für BioInstrumente Jena haben die Universität und die rasch wachsende Fachhochschule. Sie bilden den dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchs heran. Beispiele für letzteres sind die neu geschaffenen Lehrstühle für Bioinformatik an der Universität und die Weiterentwicklung des Studienangebotes in den Bereichen Medizintechnik und Biotechnologie an der Fachhochschule.

Wir schätzen den Aufwand für Forschung und Entwicklung, Schwerpunkt "BioInstrumente", in und außerhalb der Universität (einschließlich Fachhochschule) auf 200 Millionen DM im Jahr. Rechnet man den wachsenden F/E-Anteil der regionalen Industrie hinzu, kommt man sogar auf rund 250 Millionen DM.